How-to: Den perfekten Espresso zubereiten

Schluss mit mittelmäßigem Espresso! Keine Lust mehr auf bitteren Geschmack. Oder nicht vorhandene Crema? Dann wird’s Zeit für Be the Barista – Lesson #2: So machst du richtig guten Espresso. Zu Hause. Mit deiner Maschine.

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Back to basics: Espresso und sein Mahlgrad

Den perfekten Espresso zu Hause zubereiten. Mit Crema. Und allem was dazu gehört. Das mag auf den ersten Blick kompliziert scheinen. Ist es aber eigentlich gar nicht. Wenn du ein paar grundlegende Dinge bei der Zubereitung beachtest.

Wir starten mit der Basis: Dem Kaffeepulver. Denn für den optimalen Geschmack deines Kaffees ist es wichtig, wie die Bohnen gemahlen sind. Für Espresso empfiehlt es sich, eher dunkel geröstete Bohnen zu verwenden. Und diese dann ziemlich fein zu mahlen. Für Filterkaffee darf’s ruhig etwas gröber sein. Am besten mahlst du kleine Portionen Kaffeepulver – immer frisch vor der Zubereitung. Das Aroma wird’s dir danken.

Zum Mahlen kannst du unterschiedliche Gadgets verwenden, beispielsweise eine elektrische Mühle oder eine Handmühle. Probiere dabei ruhig etwas herum, bis du den richtigen Mahlgrad für deine Maschine und gewünschte Zubereitungsmethode gefunden hast. Denn: Ist der Kaffee zu fein gemahlen, dauert es zu lange bis der Espresso durchläuft. Er wird überextrahiert und schmeckt dann ziemlich bitter. Ist er wiederum zu grob gemahlen, wird der Espresso unterextrahiert. Geschmack? Fehlanzeige! Dafür ganz schön viel Säure. Und wer will das schon?

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Die Zubereitung mit der Espressomaschine

Aber jetzt Siebträger in die Hand und los geht’s: Für einen einfachen Espresso brauchst du etwa 7-9 g Espressopulver. Ein doppelter Siebträger bekommt etwa 14-16 g. Nach dem Mahlen wird das Pulver im Siebträger mit Hilfe eines sogenannten Tampers gleichmäßig festgedrückt. Dann übriggebliebenes Kaffeepulver vom Rand entfernen. Die Maschine einmal kurz durchspülen. Dann den Siebträger einspannen und den Espresso durchlaufen lassen. Das sollte 25-30 Sekunden für etwa 30 ml Espresso dauern. Idealerweise sollte der Espresso erst langsam tröpfeln und dann in einem gleichmäßigen Strahl herauslaufen

Hier noch ein paar Zahlen um mit etwas Coffee-Nerd-Wissen angeben zu können: Die Espressomaschine sollte das heiße Wasser mit etwa 9 bar Druck durch den Kaffee pressen. Nur dann gibt’s auch die gewünschte Crema! Die Temperatur? Sollte dabei bei etwa 90-94° Grad liegen. Zu heiß? Der Kaffee verbrennt. Zu kalt? Es wird zu viel Säure extrahiert.

Und jetzt hast du ihn in deiner Tasse: Den perfekten Espresso. Die Crema? Stabil. Hell. Haselnussbraun. Das Aroma? Ausgewogen. Kräftig. Nicht zu sauer. Nicht zu bitter. Cheers!

No machine, no service?

Keine Espressomaschine zuhause? No worries. Einen Espresso kannst du dir auch auf andere Arten zubereiten. Zum Beispiel mit dem guten alten Espressokocher, den viele noch aus ihrem Italien-Urlaub kennen dürften. Dafür die Kanne bis zum Ventil mit warmem Wasser auffüllen. Dann – etwas gröber gemahlenes – Kaffeepulver in den Filter geben und glattstreichen. Aber entgegen der landläufigen Meinung bitte nicht andrücken! Jetzt auf dem Herd erhitzen, bis du den Kaffee köcheln hörst. Übrigens: Streng genommen, bekommst du mit dieser Methode gar keinen klassischen Espresso. Der Espressokocher erzeugt nämlich zu wenig Druck. Das ist der Grund, dass keine Crema entsteht. Aber auch eine Kapselmaschine kann auf Knopfdruck einen Espresso in Barista-Qualität liefern. Heißbegehrte Crema inklusive. Viele Kaffeemaschinen führen also zum Ziel: Einen richtig guten Espresso zu Hause zu trinken.

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