Kaffeeland Peru

Eine Frage: Was kommt dir als Erstes in den Sinn, wenn du an Peru denkst? Das sagenumwobene Machu Picchu? Der exotische Amazonas? Oder vielleicht die touristischen Lamawanderungen im Hochland? Verständlich … immerhin ist das Land für seine atemberaubenden Landschaften bekannt. Aber wusstest du, dass Peru auch als Kaffeeland eine ganze Menge mitzureden hat?

Für überzeugte Kaffee-Connaisseure gehört Kaffee aus dem drittgrössten Land Südamerikas schon längst zu den besten der Welt. Grösstenteils liegt das natürlich am einzigartigen Geschmack der kleinen Bohne.

Alles hat einen Anfang!

Bevor wir uns mit dem köstlichen Geschmacksprofil des peruanischen Kaffees vertraut machen, gibt’s aber erstmal eine kleine Reise in die Kaffeegeschichte des Landes. Angefangen Mitte des 18. Jahrhunderts. Zwischen 1740 und 1760 beginnt die Kaffeeproduktion auf peruanischem Land. Dabei wurde nur für den Eigenkonsum angebaut. Durch die spanische Kolonialherrschaft wurde der Anbau noch weiter ausgeweitet – in dieser Zeit wurden bis zu zwei Millionen Hektar des Landes für Agrarprodukte genutzt. Erst ab 1890 wurden die Bohnen auch exportiert. Im 20. Jahrhundert führte die Velascos-Regierung Gesetze, feste Verkaufsmengen und Handelspreise ein – dadurch sollte der Sektor stabilisiert werden. Gut gemeint, aber in der Praxis hemmten diese Gesetze die Weiterentwicklung der Infrastruktur in diesem Bereich. Bis letztendlich die gesamte Kaffeeindustrie zusammenbrach. Erst durch starke Investitionen seitens der Regierung und Organisationen wie Fair Trade kamen die Kaffeebauern wieder auf die Beine.

Abwechslungsreich, aromatisch, Arabica!

Auf den rund 95.000 Hektar Land, die heute in Peru für den Kaffeeanbau genutzt werden, gedeihen grösstenteils Arabica-Bohnen. Das verleiht dem peruanischen Kaffee ein bekömmliches Aroma und einen seidigen Körper. Er hat eine leicht würzige Note und erinnert mitunter an Schokolade.

Impact sichert die Ernte

Neben dem Geschmack macht auch die besonders aufwendige Produktion den Kaffee aus Peru so begehrenswert. Für die peruanischen Kaffeebauern bedeutet Erntezeit gleich Regenzeit. Das Problem: Die entpulpten Bohnen müssen trocknen, was bei Dauerregen nicht so einfach ist. Damit die Farmer ihre Ernte nicht wegen Schimmel verlieren, war unser erstes Impact-Projekt in Peru die Anschaffung von professionellen Trocknungsanlagen für die Kaffeebauern. Wie auch in unserem Pionierland Honduras unterstützt Café Royal die peruanischen Farmer mittlerweile mit vielen wirkungsvollen Mitteln, die die Produktion vereinfachen.

Mehr zum Thema Impact findest du in unserem Magazin!